Saisonrückblick

Saisonrückblick und alles was vergessen wurde

 

 

KlickDas war sie also, die Saison 2008/09. Die „Götter“ haben ihr Abo auf den undankbaren 4.Platz um ein Jahr verlängert, obwohl sie sich gefühlsmäßig auf dem Treppchen sehen, logisch.

 


 

 

 

Abschlusstabelle:

1. Neustadt-Sonneberg

2. PM Erfurt

3. USV Jena 2

4. PBC Erfurt

5. RSV Kaltennordheim

6. SV Gotha 2

7. BC Heiligenstadt

8. Fortuna Suhl

9. SV Gotha 3

Wie immer gab es Höhen und Tiefen, wobei Gesamt betrachtet die Höhen überwogen. Doch halt! Haben wir da nicht einiges vergessen? Dem erfahrenen Leser wird aufgefallen sein, dass zwei Spieltage bisher nicht in den heiligen „News“ verewigt wurden. Also zunächst mal ein kleiner Rückblick aufs Derby und den denkwürdigen letzten Spieltag.

 

7.Spieltag

PBC Erfurt – BC Heiligenstadt  6:2Klick

Überraschung (?), oder auch nicht. Wie schon im Hinspiel traten die Eichsfelder mit nur 3 Spielern an, was den „Göttern“ bereits zwei Punkte sicherte und der Spannung ein abruptes Ende bereitete. Da der „Teutates“ schwänzte und sein Wochenende lieber auf Arbeit verbrachte traten die Erfurter mit Mildner, Kiesow, Wiegand und Deckert an. Apropos Deckert. Der „Zeus“ hatte vermutlich seiner Motivation Freigang erteilt, nachdem er die geschwächten Gegner vor sich sah. Jedenfalls verlor er völlig überraschend und unnötig seine beiden Spiele. Im 14/1 scheiterte er knapp an Deuse mit 60:70 (trotz der höheren Serien) und im 9-Ball zog er gegen Biniok mit 4:7 den Kürzeren. Na so was? Wollen wir nicht so streng sein, solche Gurkenspiele hatte jeder schon mal durchmachen müssen. Der Rest zeigte solide Leistungen und fuhr die nötigen Punkte ein. Wiegand machte ein durchschnittliches 14/1 und gewann mit 70:34 gegen Biniok. Im 8-Ball legte er noch einen drauf und besiegte mit 6:3 Deuse in dessen Paradedisziplin recht sicher. Kiesow und Mildner teilten sich ihren Gegner Pschon brüderlich auf. Im 9-Ball steuerte „Eros“ ein 7:4 bei und im 8-Ball erteilte „Odin“ seinem Kontrahenten eine Lektion und war nach seinem 6:0 mehr als zufrieden. Das war es eigentlich auch schon. Mehr als ein nettes Trainingsspielchen blieb nicht übrig, da die Hauptstädter zu keiner Zeit unter Druck gerieten.

 

In der Pause spielte Heilligenstadt gegen ein anderes Team aus Erfurt und verlor mit 1:7.

 

PBC Erfurt- BC Poolmaster Erfurt  3:5

KlickDerby! Derby! Derby! Nee, war es leider nicht. Es war nett und irgendwie doof. Nett, weil bis auf eine verbale Entgleisung eines Spielers nichts, aber auch gar nichts passierte. Absolut derbyuntypisch. Doof, weil es mal wieder die falsche Mannschaft gewonnen hat. In der streng geheimen, teaminternen Taktikbesprechung wurde der Masterplan geschmiedet. Und der sah folgendermaßen aus. Beide 14/1 an die Starspieler der Poolmeister abgeben und die Hinrunde unentschieden spielen. In der Rückrunde offensiv setzen und von 1 od. 2 „einen abbeißen“. So kam es dann auch. Martin und Jankowski zauberten ihre Stöße aufs Parkett und ließen Kiesow und Mildner beim 28:70 und 21:70 in 5 bzw. 10 Aufnahmen keine Chance. Mildner machte aber gegen Jankowski mit einem 6er Schnitt deutlich, dass er keineswegs Fallobst war. Vor dessen letzter Aufnahme lag er gerade mal ein „Rack“ hinten. Doch mit einer respektablen 28er Serie beendete der Poolmaster die Hoffnung des „Odin“ für eine kleine Überraschung zu sorgen und war dabei so angetan von seiner Leistung, dass er nach dem Shake-Hands direkt weiterspielte. Why not!

Teil 1 des Plans also wie erwartet. Deckert erteilte seiner Motivation Hausarrest und gewann im ungewohnten 8-Ball mit 6:4 gegen Gorff. Wenn jetzt Wiegand gegen Pfeiffer im 9-Ball gewonnen hätte, wäre alles im Lot gewesen. Doch nicht alle Pläne funktionieren nach dem Muster von Egon Olsen. Die beiden ehemaligen Teamkollegen lieferten sich gemessen an ihrem Können ein grausames Spiel, in dem sich Pfeiffer zuerst fing und entsprechend mit 7:4 gewann. Leider ein schwaches Spiel vom „Thor“. Und dahin war er der schöne Masterplan. Dass er eine Chance gehabt hätte, zeigt der schnelle Sieg im 9-Ball von Deckert gegen Jankowski in der zweiten Runde. Und endlich kam mal kurz so etwas wie Stimmung in die Bude, denn Jankowski zeigte nach seiner Weltklasse im 14/1 maximal Kreisklasse. Nicht ohne dabei jedoch den Schuldigen lautstark zu attackieren, den Tisch. Kurz ein Satz dazu, nachdem es schon im Hinspiel (in Heiligenstadt) einige Liebesbekundungen des Poolmeisters gegenüber dem Material gab (siehe damaliger Bericht). Es hat schon was lustiges, wenn ein Champion (aktueller Thüringenmeister im 9-Ball) sich über das Material beschwert, auf dem er Champion wurde (8-Ball Pokalsieger) oder auf dem er Minuten zuvor richtig geil gespielt hat. Bisher dachte ich immer, dass ein Champion sich seinen Respekt nicht nur allein durch seine Siege verdient, gerade der Umgang mit Misserfolgen zeigt die wahre Größe. Earl Strickland ist wohl der erfolgreichste Profispieler aller Zeiten, nur leiden können ihn die Wenigsten. Und Spieler die ihn respektieren kann man gar mit der Lupe suchen (http://www.youtube.com/watch?v=qVXb7-xSLfo). Kleiner Denkanstoß.

Genug der Ausflüge in die Philosophie des Billards. Was passierte noch? Wiegand revanchierte sich bei Pfeiffer und gewann sein 8-Ball mit 6:3. Hierbei ging Pfeiffer in dem ausgeglichenen und spannenden Match gegen Ende etwas die Luft. Mildner konnte gegen Martin im anderen 8-Ball zunächst sogar in Führung gehen, bis dieser den Turbo einlegte und 6:2 gewann. Hing es also an Kiesow, wenigsten Plan B zu erfüllen und ein Unentschieden zu retten. Leider kam er gegen einen stark spielenden Gorff nicht ins Match und verlor mit 3:7 sein 9-Ball. Bääääh, verloren. Leider, leider mal wieder das zweitbeste Erfurter Team vorn. Doch alle PBCler werden die Hoffnung nicht aufgeben, im nächsten Jahr die Nr.1 zurückzuerobern und die Billardwelt wieder gerade zurücken, auf welchen Tischen auch immer.

 

 8.Spieltag

RSV Kaltennordheim- PBC Erfurt 8:0

KlickHää? Wie geht das denn? Nun ja, in dem man den Teaminternen Spielplan nicht mit dem offiziellen Plan des TBV vergleicht. Anstatt bereits zum ersten Spiel anzutreten, gingen die „Götter“ davon aus erst im zweiten Spiel ran zu müssen. Entsprechend spät reiste man nach Wernshausen, wo der RSV seine Heimspieltage bestreitet. Zu spät und die Punkte waren weg. Und das ausgerechnet an einem Spieltag wo es keine Absagen von „Göttern“ hagelte. Ja genau, Heydrich musste nicht arbeiten. Auweia, wie peinlich!!! Natürlich musste sofort ein Schuldiger seinen Kopf hinhalten. Erste Anlaufstelle war der Teamleader Wiegand, der sich sogleich im hintersten Winkel von Wernshausen verkroch. Nach glaubhaften Beteuerrungen, nicht für die Erstellung des falschen Spielplans verantwortlich zu sein, musste weiter gesucht werden. Fündig wurden die „Götter“ im Sportwart, welcher sogleich in Abwesenheit dazu Verurteilt wurde, geteert und gefedert aus dem Olymp gejagt zu werden. Nun konnten sich alle in Ruhe auf das noch ausstehende Spiel vorbereiten.

 

SV Gotha3 – PBC Erfurt  2:6

Vor dem Spiel stand bereits fest, dass es für die Hauptstädter nur noch um die Ehre geht, da sie sich ihre Minichance auf den ersehnten 3.Platz mit dem verpennten Spielbeginn zunichte machten. Für die 3. Mannschaft aus Gotha ging es hingegen um alles, da sie mit einem Sieg den Klassenerhalt schaffen konnten. Motivationstechnisch nicht gerade die besten Voraussetzungen. Beide 14/1 Spiele wurden eine sichere Beute für Deckert, 70:18 gegen Schreiner und Heydrich, 70:31 gegen Stiehm. Im 9-Ball wurschtelte sich Kiesow mit 7:4 gegen Fell durch und die „Götter“ lagen erstmal 3 Punkte in Front. Lediglich Mildner wollte so rein gar nichts gelingen und er verlor Sang und Klanglos mit 1:6 im 8-Ball gegen einen gut aufgelegten Langlotz. KlickWiegand wollte gar nicht erst ran und verzichtete gleich auf seinen Startplatz, musste jedoch in der zweiten Runde für den entnervten „Odin“ einspringen. Im 9-Ball machte er es, ebenfalls gegen Langlotz, nicht wirklich besser und kassierte eine vermeidbare 6:7 Niederlage. Man merkte ihm deutlich an, dass ihm das verpennte erste Spiel mental zu schaffen machte. Nicht so Heydrich. Der „Teutates“ zeigte zum Saisonende Top-Form und gewann beim 6:1 im 8-Ball souverän gegen Schreiner. Kiesow machte es ebenso und steuerte ein sicheres 6:2 zum Punktekonto bei. Beim „Zeus“ hingegen schien die Luft endgültig raus und er krampfte sich zu einem glücklichen 7:6 im 9-Ball. Der tapfer kämpfende Stiehm konnte einem schon ein bisschen Leid tun, da es mehrfach zu den so genannten „Massel-Situationen“ zugunsten des Erfurters kam. Überhaupt ein Kompliment an die Gothaer Truppe, welche bis zum letzten Ball aufopferungsvoll kämpfte. Schade, sie werden wohl den schweren Gang nach unten antreten müssen.

 

 Damit wären wir also durch, im Jahre des Herrn 2009. Was bleibt? Die Neuerung mit den Blockspieltagen scheint sich zu etablieren, da das Feedback der Teams bis auf wenige Ausnahmen durchweg positiv war. Es wurde weiterhin deutlich, dass es mit einer klassischen 4er Besetzung nicht mehr getan ist, da sich Wochenendarbeit bei den Chefs der „Götter“ als beliebter Zeitvertreib durchsetzte.

Zum Einsatz kamen:

Denis “Odin” Mildner                       27 Spiele

Rainer „Zeus“ Deckert                     26 Spiele

Stephan „Thor“ Wiegand                25 Spiele

Christian „Teutates“ Heydrich         17Spiele

Marcel “Eros” Kiesow                     13 Spiele

Ewald “Hermes” Kromlinger             4 Spiele

Ronny „Double R“ Rejke                   4 Spiele

 

 Die neue Saison beginnt am 05./06.09.2009 und wird mal wieder Hammer, da aufgrund der neu gegründeten 3. Liga einige Regionalligateams sich künftig in der Oberliga tummeln werden. Bis dahin, see done, be good, bye bye


3. Spieltag Oberliga

Licht und Schatten

KlickHeiligenstadt im Eichsfeld. Endlose Weiten. Aus irgendeinem Grund hatten die „Götter“ auf diesem beschaulichen Fleckchen Erde in der Vergangenheit nicht allzu viel zu bestellen. Sieht man von diversen und eher sporadischen Erfolgen in den Einzelkonkurrenzen ab, bleiben unterm Strich fürs Team nicht mehr allzu viele Meriten. Eher bescheidene Vorraussetzungen für diesen Spieltag.
Und so machten sich die vier „Göttlichen“ im Morgengrauen eher mit gemischten Gefühlen auf die beschwerliche Reise, ohne zu wissen, welch düstere Fügung das Schicksal wohl dieses Mal bereit hält……

Ehe ichs vergess, dass es schon im Morgengrauen los ging, war erfreulicherweise den Poolmasters zu verdanken, welche den Antrag der PBC`ler das erste Spiel zu tauschen mit einem trockenen „Wir sind eh alles Langschläfer!“ quittierten. Fettes Dankeschön an unsere Konkurrenten vom zweitbesten Team der Landeshauptstadt.

BC Heiligenstadt - PBC Erfurt  2:6
Überraschung. Der Regionalligaabsteiger zeigte sich aufgrund einer Fehlplanung in argen Personalnöten und musste kurzfristig auf den vierten Mann im Team verzichten. Somit erhielten die Erfurter kampflos zwei Punkte. In der ersten Runde setzte Mildner aus und konnte seinem Hobby frönen. Dem 14/1-Zettel schreiben. Womit wir auch gleich beim Thema sind. Deckert startete gegen Biniok souverän in die Partie. Nach einem beruhigenden Vorsprung ließ er es etwas ruhiger angehen und baute den einen oder anderen Fehler ein. Endstand 70:48 und der nächste Punkt für die Crew. Wiegand bekam es mit dem in der Oberliga noch recht unerfahrenen Pschorn im 8-Ball zu tun und konnte sein Spiel mit 6:1 gewinnen.
KlickDen Krimi lieferte mal wieder Heydrich im zweiten 14/1 ab. Gegen Deuse gab es viel „Klein Klein“. Am Ende triumphierte knapp der Heiligenstädter Kapitän mit 61:70 und der „Teutates“ war sichtlich angefressen, da er den Sieg vor Augen seinen Gegner durch einen Leichtsinnsfehler noch mal an den Tisch ließ. Mit einem 3:1 ging es also in die Pause.

 

 

 


KlickFür die zweite Runde entschied sich Heydrich zu einer Auszeit und Mildner trat gegen Deuse im 8-Ball an. Nicht schon wieder, wird er sich nach der Partie gedacht haben. Trotz sehr guter Leistung musste sich der „Odin“ erneut knapp mit 5:6 geschlagen geben. The never ending Storry. Wiegand traf im 9-Ball auf Biniok, einem Heiligenstädter der ersten Generation. Nach 4:1 und 5:2 Zwischenständen schwächelte der Erfurter etwas und Biniok nutzte seine ganze Routine zum 5:5 Ausgleich. Nach einem Foul des Eichsfelders im nächsten Spiel beendete der „Thor“ jedoch den Satz und das 7:5 stellte somit den Mannschaftserfolg sicher. Am Nachbartisch beeindruckte Deckert mal wieder mit seiner störrischen Ruhe. Obwohl zu Beginn des Satzes nichts, aber auch gar nichts zu laufen schien und er dem entsprechend mit 0:2 ins Hintertreffen geriet, kam kein Mucks vom „Zeus“. Mit einer Eselsgeduld bestrafte er in der Folge jeden Fehler des Gegners und gewann 7 Spiele am Stück. Quot era demonstrantum, oder so ähnlich.
Am Ende ein unter diesen Umständen leichter Sieg für die „Götter“, den sie jedoch dankbar mitnahmen. Dem geschenkten Gaul sollte man bekanntlich nicht ins Maul schauen.

BC Poolmaster Erfurt - PBC Erfurt  5:3
Das Spiel der Spiele? Blockbuster? Eine Frage der Ehre? Wohl kaum! PBC gegen Poolmaster ist eher so wie St.Pauli vs. HSV, Schalke vs. Dortmund oder 1860 gegen diesen anderen Münchner Verein. Es kommt nur darauf an auf welcher Seite Du stehst um die Frage nach dem einzig wahren Team zu beantworten.
Das letzte mal, als beide Mannschaften sich bekämpf…, äh, gegeneinander spielten, gab es ein knappes 5:3 für die „Grubenmeister“, welche sich anschließend für einige Zeit in Richtung Regionalliga verabschiedeten. Nun sind sie also wieder da und es ist Derby-Zeit!

Im 14/1 traf Heydrich auf die Nr.1 der Poolmeister Martin. In diesem Spiel gab es nicht viel zu bestellen für den tapferen „Teutates“. Zu druckvoll war das Spiel von Martin, so dass am Ende ein deutlicher Sieg für das andere Erfurter Team notiert wurde. Im zweiten 14/1 Spiel egalisierte Deckert diesen Rückstand durch einen ungefährdeten Triumph über Helbringer, der sich laut Aussage des „Urvaters“ wenig wehrte. Mehr Gegenwehr als nötig ließ Wiegand hingegen im 8-Ball gegen Eidam zu. Bis zum 4:4 war es ein ständiges auf und ab. Am Ende stand jedoch ein verdienter Punkt auf der Habenseite, welches so auch vom Oberliganeuling der Poolmeister bestätigt wurde. Am Nachbartisch hat plötzlich Mildner die Chance bei 6:5 Führung im 9-Ball gegen Jankowski für eine Führung zur Halbzeit zu sorgen. Doch da waren ja noch die Geschichten mit dem Eichsfeld, Heiligenstadt, Fluch und so. Wenn Du die Seuche an den Flossen hast, kannst machen waste willst. Als hätten es die „Götter“ geahnt, machte Mildner eben nicht den Punkt zum 7:5, sondern Jankowski den zum 6:6 Ausgleich. Nach seinem Break lag die 2 vor der Tasche und die 3 vor der 9er Kugel. Er stopfte sowohl die „Blaue“ als auch die „Gelbgescheckte“ in Katakomben und fügte dem „Odin“ eine weitere schmerzliche „Hill to Hill“ Niederlage hinzu. Warum Jankowski jedoch anstatt zu jubeln über die Tische, sich selbst und den lieben Gott schimpfte, bleibt wohl immer sein Geheimnis. Hatte schon was Komisches…
KlickNun denn, sei es wie es sei. Mit hängenden Köpfen jedenfalls schlürften die „Göttlichen“ ihren Pausentee und versuchten ihren Pechvogel etwas aufzumuntern. Man kriegt bei so was irgendwie Routine.
Im zweiten Durchgang verbuchte Wiegand beim 7:2 im 9-Ball einen schnellen Erfolg und brachte die Olympbewohner wieder in Front. Eidam stellte ihn dabei jedoch vor keine größere Herausforderung. Im zweiten 9-Ball kam es zum Spitzenduell zwischen Deckert und Martin. Hierbei spielte Martin jedoch „brutales“ Billard und ließ Deckert nur wenige bis gar keine Chancen am Tisch. Der „Zeus“ sah sich entweder mit einer Sicherheit konfrontiert oder mit schweren „Einsteigern“. Er versuchte mit aggressivem Spiel dagegenzuhalten, musste jedoch die Dominanz vom „Roten“ anerkennen. Klassespiel. Heydrich gegen Jankowski hieß es im 8-Ball und bis zum 2:2 war es eine ausgeglichene Partie. Beim Versuch einen Pulk zu lösen, versenkte Heydrich jedoch die „Schwarze“. Diese unglückliche Aktion brach ihm wohl das Genick, denn in der Folge lief nichts mehr zusammen und alle verbleibenden Spiele gingen an Jankowski. KlickDas Grauen kennt jedoch noch eine Steigerung. Mildner gegen Helbringer im 8-Ball. Wenn man schon am Boden liegt, kommt noch immer einer und meint dir eine rein würgen zu müssen. Helbringer hatte jedenfalls kein Mitleid mit dem „Odin“ und bestrafte alle Fehler ohne Rücksicht auf Verluste. Was blieb war ein „White Wash“ und ein deprimierter Mildner, dem in diesem Spiel seine Selbstzweifel nicht wirklich genommen wurden.
Damit war die Niederlage besiegelt. Ein Unentschieden wäre allemal drin gewesen, hätte jedoch den Verlauf der zweiten Rund nicht wiedergegeben. Schade eigentlich. Fakt ist jedoch, dass dieses Spiel nichts an der Tatsache ändert, dass die Nr. 1 in Erfurt seit jeher der PBC ist. Das war so, ist so, bleibt so, Basta. Es kommt halt nur darauf an, auf welcher Seite Du stehst. Und Schließlich müssen die „Anderen“ noch in den Olymp zum Rückspiel. Die „Götter“ werden jedenfalls alles daran setzen um sie mit einem gehörigen Donnerwetter zu erwarten…….


2. Spieltag Oberliga

Lucky Shot und Warterloo

Am zweiten Doppelspieltag dieser Saison empfingen die „Götter“ den letztjährigen Vizemeister PBC Sonneberg und die 2. Vertretung des SV Gotha. Nach dem phantastischen Auftakt rechneten sich die Hauptstädter einiges aus und gingen entsprechend motiviert in die beiden Begegnungen.

PBC Erfurt – PBC Sonneberg  4:4
Die Sonneberger mussten mit Götz (wechselte in die Regionalliga nach Gera) eine feste Größe (Nr. 1 der Rangliste) ersetzen und traten mit dem erfahrenen R. Metzner und dem aus der eigenen Reserve aufgerückten Ch. Kessel an.
In der 1. Runde wurden die 14/1 Punkte brüderlich geteilt. Heydrich lieferte gegen Ekiz eine gute Leistung und gewann entsprechend seine Partie mit 70:40 Points. Am Nachbartisch trafen im Spitzenduell Deckert und Gülmüs aufeinander. Hier kam der Südthüringer etwas besser „in die Bälle“ und verbuchte beim 55:70 den Ausgleich. Im 9-Ball musste sich Mildner in einem engen Match mit 5:7 Kessel geschlagen geben. Nach einer erst zwei Tage zuvor diagnostizierten Augenentzündung stand der Odin zum ersten Mal mit Brille am Brett und hatte sichtliche Schwierigkeiten sich an die Sehhilfe zu gewöhnen. Wiegand bekam es im 8-Ball wieder mit seinem „Spezi“ Bäz zutun. Nach gutem Start vom Erfurter begann Bäz sein gefürchtetes, aggressives Spiel aufzuziehen und machte mehrere Spiele am Stück. Am Ende kam es beim 5:5 zum unvermeidlichen Showdown und Wiegand brachte das Kunststück fertig die Stellung auf die 8 um ein paar Millimeter zu verdunkeln. Der anschließende Bogenstoß verfehlte das Loch zwar knapp, aber bedeutete auch gleichzeitig, dass Bäz den Tisch in aller Ruhe räumen und das Match zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Somit hieß es 1:3 zur Pause.
In der Rückrunde gab es zu allem Überfluss auch gleich ein schnelles 1:6 im 8-Ball von Mildner gegen Gülmüs. Der Sonneberger machte lediglich einen(!) Fehler und Mildner blieb nichts übrig, als die tadellose Leistung neidlos anzuerkennen. Nun musste „göttliche Hilfe“ her um noch ein Wunder herbei zu führen. Nach diversen, natürlich streng geheimen, Ritualen drehte sich das Blatt tatsächlich für „die Götter“. Den Auftakt machte Wiegand im 9-Ball. In einem erneut knappen Spiel revanchierte er sich mit 7:5 gegen Bäz und scheint damit nun auch endlich seinen „Bäz - Fluch“ besiegt zu haben. In 13 Jahren schaffte er es erst zweimal den sympathischen „fast Franke“ zu besiegen. Zwei Dramen spielten sich indes an den verbliebenen Tischen ab. Deckert und Ekiz lieferten sich ein gnadenloses Kopf an Kopf Duell. Beim 6:6 schien das Pendel zugunsten von Ekiz auszuschlagen, doch er vergab durch einen Stellungsfehler auf die 7 die Chance den Sack zu zumachen. Deckert musste einen extremen Zugball von der 8 über den ganzen Tisch spielen und dabei noch auf die kürzere „Amateurseite“ stellen. Er schaffte dies perfekt und konnte somit zum 3:4 verkürzen. Unentschieden oder Niederlage? Die Antwort gab es im letzten 8-Ball Spiel zwischen Heydrich und Metzner. Beide waren ebenfalls beim „Hill to Hill“ angekommen. Heydrich übernahm als erster die Initiative und scheiterte jedoch an der schwierigen Lage der Kugeln. Metzner konnte ebenfalls nicht ausmachen und so blieb es dem Erfurter vergönnt, mit zwei schweren letzten „Halben“ auf eine unmögliche 8 zu stellen, da diese wie von Geisterhand press an einer „Vollen“ zu kleben schien. Nach langem überlegen entschied sich der Teutates für einen trockenen und fest gespielten Einbänder, welchen er unter dem Jubel seiner Teamkollegen in die Tasche zum 4:4 Endstand drosch.
Unterm Strich, nach diesem Spielverlauf ein sehr glücklich erkämpftes Remis gegen den Meisterschaftsfavoriten Nr.1, jedoch von den Spielanteilen keineswegs unverdient.

Im zweiten Match des Tages besiegte Sonneberg die Gothaer Vertretung mit 6:2.
So ähnlich hatten sich das die Erfurter im 3. Spiel auch vorgestellt, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…..

PBC Erfurt – SV Gotha II  3:5
Was immer in diesem Spiel mit den Erfurtern los war, diese Niederlage war völlig unnötig. Kompliment an die Gothaer Reserve, welche eiskalt die sich ihr bietende Chance nutzte und am Ende nicht mal unverdient als Sieger den Olymp verließ.
Zunächst einmal gewann Deckert seine beiden Spiele souverän und ließ im 14/1 gegen Schocher mit 70:27 und im 9-Ball gegen Schewe mit 7:2 nichts anbrennen. Dies wurde jedoch vom Gothaer Mach gekontert, der ebenfalls seine beiden Spiele gegen Heydrich gewann. Im 14/1, beim 46:70 hatte der Erfurter wenigstens noch ein Mitspracherecht, musste jedoch beim 0:6 im 8-Ball hauptsächlich auf seinem Stuhl sitzen bleiben, da Mach im Rekordtempo (Mach3) die Tische nur so wegballerte und einem beim zusehen schwindlig wurde. Megalauf des Gothaers. Mildner hatte mittlerweile mit seiner „Sehhilfe“ zu kämpfen und verlor seinen Rhythmus. Im 8-Ball gegen Schewe (2:6) wollte nichts wirklich gelingen. Im anschließenden 9-Ball mobilisierte er noch mal alle Kräfte und ging gegen einen bis dahin harmlosen Schocher mit 6:2 in Führung. Der letzte Punkt wollte jedoch nicht gelingen und so kam der Gothaer zu mehren Chancen und leider auch zu großem Selbstvertrauen. Wie entfesselt gewann er alle restlichen Spiele und fügte Mildner eine bittere 6:7 Niederlage zu. Noch heftiger erwischte es jedoch Wiegand, der zwar sein 9:Ball Spiel gegen Langlotz noch relativ sicher mit 7:3 gewinnen konnte, jedoch schon hier einen dramatischen Leistungsabfall gegenüber dem Vormittagsspiel offenbarte und viele Fehler machte, welche der Gothaer jedoch nicht zu nutzen wusste. Die reinste Katastrophe war dann aber das 8-Ball Spiel. Wiegand fand zu keiner Zeit mehr in sein Spiel und produzierte unerklärlich leichte Fehler, welche dieses Mal vom Gegner gnadenlos bestraft wurden. Langlotz gewann das Match mit 6:3 und bescherte seinem Team einen überraschenden Erfolg in der Landeshauptstadt.

Bleibt zu hoffen, dass dieses Spiel in dieser Art und Weise ein einmaliger Ausrutscher war, denn sonst wird es schwer für die Crew. Am nächsten Spieltag warten in Heilligenstadt mit dem dortigen Billardclub und den Poolmasters aus Erfurt zwei Teams, welche im letzten Jahr noch in der Regionalliga vertreten waren und dementsprechend keine leichte Aufgabe darstellen.


1.Spieltag Oberliga

Optimaler Auftakt bei Auswärtsspielen im Olymp

Neu, Neu, Neu, alle Jahre wieder ist alles Neu.
Neue Saison, neues Glück, neue Gesichter, neuer Modus.
In der Tat hat sich einiges verändert im Vergleich zum Spielmodus der letzt jährigen Meisterschaft. Wichtigste Änderung ist die Einführung von Blockspieltagen in der Oberliga. Bedeutet, 3 Teams treffen aufeinander. Hintergrund dieser gravierenden Maßnahme, war die Entschlackung des probvollen Terminkalenders (man spart immerhin 6 Spieltage, trotz Aufstockung der Liga). Der Haken an der Sache ist ein deutlich längerer Spieltag. Damit daraus keine sonntägliche Mammutveranstaltung wird, wurden die Ausspielziele der einzelnen Partien verkürzt und auch gleich die Aufteilung der Spielrunden verändert. So werden nun beide 14/1 Partien nur noch auf 70 Punkte gespielt und finden parallel in der ersten Runde statt. Im 8-Ball geht es ab jetzt auf 6 und im 9-Ball auf 7 Gewinnspiele. Bei der Premiere funktionierte dies noch nicht 100%, da der Spieltag um 90 min. länger als geplant dauerte.

KlickZum Auftakt stand für die „göttlichen“ ein Auswärtsspieltag in Jena an, bei dem auch die Vertretung von Fortuna Suhl gastieren sollte. Da die Jenenser allerdings Probleme mit den Tischen hatten und die Durchführung nicht gewährleistet war, wurde der Spieltag kurzfristig nach Erfurt verlegt. So kam es zu dem Kuriosum, dass die Erfurter an ihren eigenen Tischen zwei Auswärtsspiele bestreiten mussten.

Im ersten Spiel des Tages bezwang die 2. Mannschaft des USV Jena die Vertretung aus Suhl knapp mit 5:3.


 

2.Spiel
Im Anschluss kam es zum Duell der „Götter“ mit den Südthüringern. Hierbei müssen die Olympbewohner für diese Saison auf ihren Coolness-Beauftragten Marcel Kiesow verzichten, der sich beruflich weiterentwickelt und sich für (hoffentlich nur) 1 Jahr unter die „sterblichen“ begibt.
Nach dem obligatorischen nervösen Beginn, der den Reiz eines jeden Auftaktmatches ausmacht, kamen die Erfurter in Schwung. In den 14/1 Spielen „erarbeiteten“ Deckert und Heydrich jeweils ihre Punkte und Mildner schaffte nach deutlichem Rückstand noch die Wende und gewann sein 9-Ball. Lediglich Wiegand stotterte bei seinem 8-Ball etwas und verlor nach unnötigen Fehlern zwar knapp aber letztlich wohl verdient. Halbzeitstand 3:1 für Erfurt. Nach der Pause erteilte Deckert dem Suhler Künitz im 9-Ball eine Lehrstunde und konnte nach einer tollen Leistung einen „White Wash“ verbuchen. Heydrich haderte dagegen im 8-Ball mit dem Schicksal und ließ sich von einigen unglücklichen Aktionen verunsichern, was wiederum den Lauf seines Gegenübers nur verstärkte. Strube gewann am Ende deutlich mit 6:1. Im 9-Ball kam Wiegand besser ins Spiel ohne jedoch spielerische Glanzpunkte zu setzen, am Ende sprang ein knapper 7:6 Erfolg heraus, der aufgrund der kämpferischen Einstellung in Ordnung geht. Seine tolle Verfassung demonstrierte Mildner abermals in seinem 8-Ball Spiel. Gegen Wilhelm konnte er sich in einem langen und dramatischen Match mit 6:4 durchsetzen.

Am Ende hieß es 6:2 für Erfurt und der erste Saisonerfolg war unter Dach und Fach. Die Suhler, bei denen sich das Fehlen einiger Leistungsträger deutlich bemerkbar machte, mussten hingegen mit zwei Niederlagen die Heimreise antreten.

3. Spiel 
Zum Abschluss gab es dann das „ewige Duell“ Erfurt gegen Jena, welches wohl in jeder Sportart einen Klassiker darstellt. Obwohl auf dem Papier die 2. Mannschaft antrat, sah sie zum Teil aus wie die letzt jährige „Meister-Erste“. Neben Ralf Weise und Andreas Böse erhielt die Truppe auch noch durch den Ex-Geraer Seidel ein deutliches upgrade. Lediglich Manthey (den man „Mantai“ spricht) stellte ein unbeschriebenes Blatt dar. Hier blieb es also wie gehabt. Von „überragend triumphierend“ bis „voll auf die Fresse“ ist gegen Jena (welche Mannschaft auch immer) alles möglich. Und so ging es auch gleich in die Vollen. Beide 14/1 waren hochkarätig besetzt. Heydrich lieferte gegen den „Professor“ A. Böse einen großen Fight und musste sich nach dramatischer Aufholjagd nur um 5 Punkte geschlagen geben. Diesen Rückstand machte Deckert durch ein konsequentes Spiel wieder wett. Nach einem überzeugendem 7:1 von Mildner im 9-Ball gegen Manthey (den man „Mantai“ spricht), bei dem er da weitermachte, wo er gegen Suhl aufhörte, lagen die Olympioniken vorn. Das Ausstehende 8-Ball Duell zwischen Wiegand und Weise, was in den vergangen Jahren schon mal in legendären Schlachten endete, ging diesmal überraschend deutlich an Wiegand, der wohl einer seiner besten 8-Ball Spiele der Vergangenheit zeigte. Die Führung zur Pause war bei der Konstellation der Partien nicht zwingend zu erwarten.
In der Rückrunde gingen die 8-Ballspiele zu gleichen teilen an beide Teams, bemerkenswert, dass es jeweils ein „zu null“ setzte. Prof. Böse machte in seiner Paradedisziplin gegen Mildner deutlich, dass sein Wechsel in die „Zweite“ nicht zwingend mit sportlichen Argumenten zu belegen ist. Schade für den Erfurter, dass er zum Abschluss ins offene Messer lief.

KlickEinen Luftsprung machte Heydrich nach seiner finalen schwarzen Kugel. Sein Anti-Lauf aus dem Suhler Spiel verwandelte sich in einen Mega-Lauf. Mit einer hochklassigen Leistung demontierte er seinen Gegner. Auch hier gilt das Mitleid dem Unterlegenen Manthey (den man „Mantai“ spricht). Ebenfalls geteilt wurden die 9-Ball Partien, wobei sich Wiegand in einem guten Spiel gegen Seidel durchzusetzen schien und bei 6:4 Führung nichts auf einen Verlust hindeutete. Nach einem längeren Safeduell zu Beginn des 11. Frames, konnte der Erfurter das Foul nicht mehr vermeiden und musste mit ansehen wie der Exil-Geraer Seidel diesen und zwei weitere Tische abräumte ohne selbst noch mal in das Geschen eingreifen zu können. That´s Life. Deckert konnte sich, knapper als es das Ergebnis von 7:4 vermuten lässt, gegen den unermüdlich kämpfenden Weise durchsetzen und mit 4 Siegen (trotz grippalen Infekts) einen optimalen Saisonstart erreichen. Gut für die Hauptstädter, denn der 5:3 Endstand bedeutete, dass die „Götter“ ihre Auswärtstournee im „eigenen Laden“ mit 6 Punkten auf der Habenseite erfolgreich beendeten.

Am 12.10. steigt dann der erste offizielle Heimspieltag im Olymp. Zu Gast werden die Vizemeister aus Sonneberg und die 2. Mannschaft des SV Gotha sein. Diese Ansetzung verspricht mal wieder spannendes und hochklassiges Billard.
It´s time, Gentlemen, please start your engines!


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Wiegand bricht den Fluch
Ewald gewinnt Silber
Lange Nacht des Sports